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Kopfzentrum Bielefeld

Mit dem Mikroskop durch Blut sehen

11. Februar 2022

Farbige Zeichnung: Operationsmikroskop über einer Ohr-Operation, im Blickfeld Blutgefäße, knöcherne Mittelohrstrukturen und bakterielle Biofilme in Infrarotdarstellung

Die Forschung am Kopfzentrum Bielefeld wird durch eingeworbene Drittmittel getragen: Rund 8 Millionen Euro wurden für wissenschaftliche Projekte eingeworben, unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Knochenabbau durch das Cholesteatom“ (GEPRIS-Projektnummer 5238038) wurden Faktoren und Mechanismen charakterisiert, die zur Destruktion knöcherner Strukturen des Mittelohres durch Osteoklasten führen, und es wurde untersucht, wie sich der Knochenabbau medikamentös hemmen lässt. Für diese Forschung erhielt Prof. Sudhoff 2003 den Politzer-Preis der Politzer Society; sein Team zeigte dabei, dass bestimmte Wirkstoffe die Osteoklasten-Aktivität hemmen – etwa das Bisphosphonat Zoledronat.

Im Kooperationsprojekt „BetterView“ arbeiten sieben Partner – darunter die Universität Bielefeld und das Klinikum Bielefeld – an einem Operationsmikroskop, das kurzwelliges Infrarotlicht (SWIR) nutzt. Es soll Blut, bakterielle Biofilme, Knorpel und Weichgewebe durchleuchten, räumlich darstellen und voneinander unterscheidbar machen. Prof. Sudhoff setzt das neue Mikroskop am Klinikum Bielefeld ein.

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