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Kopfzentrum Bielefeld

Ausstattung

Ausstattung des Kopfzentrums: Lasersysteme und Navigationstechnik für ausgewählte Eingriffe in der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Die Wahl des Systems richtet sich nach dem Befund und der individuellen Behandlungsplanung.

Zeichnung: Lasersystem mit Operationsbesteck im Behandlungsraum

Lasersysteme

Farbige Zeichnung eines kompakten Diodenlasers auf einem Rollwagen im Operationssaal

LEONARDO-Diodenlaser mit zwei Wellenlängen

Das Kopfzentrum nutzt den LEONARDO-Diodenlaser. Der kompakte Diodenlaser vereint zwei Wellenlängen (980 nm und 1470 nm), die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können.

Die Gewebeerwirkung lässt sich damit auf das jeweilige Ziel abstimmen – von präzisem Schneiden über das Verdampfen von Gewebe bis zur Blutstillung, auch bei endoskopischen Eingriffen. Ob das Verfahren im individuellen Fall geeignet ist, wird im Rahmen der ärztlichen Behandlungsplanung entschieden.

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Farbige Zeichnung eines CO₂-Lasergeräts mit Gelenkarm im Operationssaal

Sharplan-CO₂-Laser für präzise Gewebeschnitte

Der Sharplan-CO₂-Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 10,6 µm und wird in der HNO-Heilkunde unter anderem für präzise Schnitte an weichem Gewebe eingesetzt.

Das System bietet Betriebsarten im Dauerstrich und Superpuls. Die geringe Eindringtiefe des CO₂-Lasers erlaubt feine Schnitte mit wenig Wärmeeinwirkung auf das umliegende Gewebe. Ob das Verfahren im Einzelfall infrage kommt, entscheidet die ärztliche Behandlungsplanung.

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Farbige Zeichnung eines Video-Otoskops vor dem Gehörgang mit kleiner Öffnung im Trommelfell

Laserassistierte Myringotomie mit OtoScan

Das OtoScan-System verbindet ein Video-Otoskop mit der CO₂-Laserabgabe. Damit lässt sich eine vordefinierte, präzise bemessene Öffnung im Trommelfell (Myringotomie) ohne Skalpell setzen; der Durchmesser des Fensters lässt sich schrittweise festlegen.

Das Verfahren wird unter anderem bei Paukenergüssen erwogen. Ob eine laserassistierte Myringotomie im Einzelfall geeignet ist, wird im Rahmen der ärztlichen Behandlungsplanung entschieden.

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Farbige Zeichnung eines Laserturms mit leuchtender Laserfaser im Operationssaal

Lasertechnik von A.R.C. Laser – Made in Germany

Im Kopfzentrum kommen Lasersysteme der A.R.C. Laser GmbH aus Nürnberg zum Einsatz. Das Portfolio deckt ein breites Wellenlängenspektrum ab: vom klassischen CO₂-Laser C-Las für ausgedehnte Eingriffe wie Tumorresektionen über den Diodenlaser FOX für die Mittelohrchirurgie bis zum blauen WOLF-Laser (445 nm) für Phonochirurgie und gefäßreiche Gewebe.

Entwicklung und Produktion der Geräte erfolgen in Deutschland. Den TruBlue™-Laser haben wir in einer eigenen Meldung vorgestellt. Welche Variante im Einzelfall zum Einsatz kommt, richtet sich nach der ärztlichen Behandlungsplanung.

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Zeichnung: Navigiertes Endoskop bei einer Nasenoperation, Monitor mit drei Schichtaufnahmen der Nasennebenhöhlen

Fiagon XS Navigation bei Nasen- und Nebenhöhlenoperationen

Bei ausgewählten Operationen an Nase und Nasennebenhöhlen setzt das Kopfzentrum das Navigationssystem Fiagon XS ein. Anhand von CT- oder DVT-Aufnahmen zeigt es die Lage der Instrumente während des Eingriffs in Echtzeit an.

Bei komplexer Anatomie oder nach vorausgegangenen Eingriffen können diese Bilddaten die Orientierung ergänzen. Die Navigation ersetzt nicht die Erfahrung und die medizinische Entscheidung des Operateurs.

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Zeichnung: kompakte Navigationseinheit auf einem OP-Wagen, daneben ein Monitor mit Schichtaufnahmen und ein Navigationsinstrument über einer abgedeckten Patientin

Cube 4D Navigation System

Cube 4D ist die kompakte Navigationseinheit von Fiagon. Das System ortet die Instrumente elektromagnetisch und lässt sich in vorhandene OP-Wagen und Medientürme einfügen.

Dargestellt werden die Instrumentenpositionen im Zusammenhang mit den eigenen Bilddaten der Patientin oder des Patienten; ausgelegt ist das System auf Eingriffe im HNO-Bereich. Ob eine Navigation im individuellen Fall zum Einsatz kommt, wird in der Behandlungsplanung entschieden.

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Zeichnung: Kamera auf einem Arm über dem Gesicht einer liegenden Patientin, die ein feines Punktmuster auf die Haut projiziert, daneben ein Monitor mit dem dreidimensionalen Gesichtsmodell

VirtuEye – berührungslose Foto-Registrierung

VirtuEye gehört zur Fiagon-Navigation und stellt den Bezug zwischen Patient und Bilddaten her. Eine Kamera erfasst die Gesichtsoberfläche mit einer großen Zahl von Messpunkten, ohne die Haut zu berühren.

Die Registrierung erfolgt vor Beginn des Eingriffs; die Prüfung dieser Zuordnung verbleibt beim Behandlungsteam.

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Neuromonitoring

Zeichnung: Neuromonitoring-Gerät mit Bildschirm und Wellenkurven, über Kabel mit einem intubierten Patienten verbunden

Intraoperatives Neuromonitoring mit AVALANCHE

Bei Operationen, in denen die Funktion von Nerven für den weiteren Verlauf wichtig ist, kann diese während des Eingriffs gemessen werden. Das Kopfzentrum setzt dafür das Neuromonitorsystem AVALANCHE des Herstellers Dr. Langer Medical ein: Es leitet über feine Elektroden die Muskelantworten (EMG) ab, stellt sie fortlaufend dar und kann Nerven durch einen dosierten Reiz gezielt sichtbar machen.

Für Eingriffe an Kehlkopf und Schilddrüse wird der Stimmbandmuskel über eine spezielle Tubuselektrode abgeleitet, bei Operationen am Ohr lässt sich der Gesichtsnerv auf diese Weise kontrollieren. Ob ein Monitoring im individuellen Fall eingesetzt wird und welche Ableitungen dabei verwendet werden, entscheidet das ärztliche Team in der Behandlungsplanung.

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Moderne Mikroskope

Zeichnung: Operationmikroskop auf einem hohen Standfuß mit mehrfach gegliedertem Auslegerarm, binokularem Tubus und Objektiv, daneben ein Fußschalter

Operationmikroskop Zeiss S88

Viele Eingriffe an Ohr, Schädelbasis und Hals lassen sich nur dann sicher durchführen, wenn feine Strukturen über längere Zeit vergrößert und zuverlässig ausgeleuchtet zu sehen sind. Das Kopfzentrum setzt dafür ein Operationmikroskop von Zeiss ein, das auf dem S88-Standfuß montiert ist. Die Optik arbeitet apochromatisch und gibt das Operationsfeld dadurch farbecht wieder; die Vergrößerung wird motorisch verstellt, die Schärfe über den internen Fokusantrieb nachgeführt, ohne dass ein Objektiv gewechselt werden muss.

Der schwere Standfuß hält den Mikroskopf mit magnetisch arretierenden Gelenken ruhig in der einmal gewählten Position und lässt ihn bei Bedarf sauber umsetzen; eine zweite Tubusvorrichtung kann das gleiche Bild für eine weitere Person zugänglich machen. Ob ein Operationmikroskop im individuellen Fall eingesetzt wird und wie es eingestellt wird, entscheidet das ärztliche Team in der Behandlungsplanung.

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Zeichnung: Keyence-Forschungsmikroskop mit Monitor und Fluoreszenzaufnahmen

Keyence-Forschungsmikroskop

Für hochauflösende Aufnahmen im eigenen Labor setzt das Kopfzentrum ein Forschungsmikroskop von Keyence ein. Das Mikroskop ist mit einem eigenen Monitor verbunden: Die Aufnahmen werden am Bildschirm betrachtet, ausgewertet und archiviert, statt ausschließlich am Okular beurteilt zu werden.

Dazu gehören Fluoreszenzmessungen über mehrere Messkanäle. Dabei werden markierte Strukturen im Präparat gezielt angeregt und ihre Signale getrennt voneinander aufgezeichnet, sodass sich verschiedene Merkmale in einem Präparat gleichzeitig darstellen und am Monitor gegenüberstellen lassen. Ob und in welcher Form eine mikroskopische Untersuchung im Einzelfall stattfindet, entscheidet das ärztliche Team.

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4K-Videotürme

Zeichnung: zwei nebeneinanderstehende mobile Videotürme mit Monitoren an Auslegerarmen, Endoskop auf der Ablage und Kabeln

Zwei 4K-Videotürme von Arthrex mit Pano-Scope

Endoskopische Eingriffe erfordern einen vergrößerten und zuverlässig ausgeleuchteten Blick in Räume, die mit freiem Auge nicht zu sehen sind. Das Kopfzentrum arbeitet dafür mit zwei 4K-Videotürmen von Arthrex. Die Systeme fassen Kamera, Lichtquelle und Bildsteuerung in einer kompakten Säule zusammen; die Bilder erscheinen in hoher Auflösung auf einem großen Monitor, der frei in das Blickfeld des Operateurs gestellt werden kann.

Dazu gehört der Pano-Scope: Er lässt sich auf Knopfdruck zwischen einer 30°-, einer 70°- und einer Ultraweitbild-Darstellung umschalten. Dadurch wird auf demselben Monitor mehr Anatomie sichtbar, und es sind weniger zusätzliche Zugänge erforderlich. Zwei Geräte im Haus erlauben es, die Videotechnik je nach Eingriff und Raum einzusetzen. Ob ein solches System im individuellen Fall verwendet wird und mit welcher Einstellung, entscheidet das ärztliche Team in der Behandlungsplanung.

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Ultraschallchirurgie

Zeichnung: mobiles Ultraschall-Aspirationssystem mit Bedienfeld, Handstück in der Halterung und Fußschalter

Ultraschallgestützte Gewebeabtragung mit einem Söring-System

Das Kopfzentrum setzt für die ultraschallgestützte Gewebeabtragung ein Aspirationssystem von Söring ein (Söring GmbH, Quickborn). Die feine Spitze des Handstücks bringt gebündelte Ultraschallschwingungen in das Gewebe ein und löst dadurch weichere, wasserreiche Anteile gezielt heraus, während festere Strukturen wie Gefäßwände und Nerven weitgehend geschont bleiben. Das gelöste Gewebe wird gleichzeitig abgesaugt und über eine Spülung gekühlt.

Das Verfahren wird immer dann erwogen, wenn empfindliche Strukturen in unmittelbarer Nähe liegen und Gewebe möglichst formschonend entfernt werden soll. Ob und in welcher Form ein solches System im individuellen Fall eingesetzt wird, entscheidet das ärztliche Team in der Behandlungsplanung.

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