Kopfzentrum Bielefeld
Aktinische Keratosen
Aktinische Keratosen sind raue, schuppende Hautveränderungen, die durch langjährige UV-Belastung entstehen. Häufig betroffen sind sonnenexponierte Bereiche wie Gesicht, Ohren und eine wenig behaarte Kopfhaut.

Anzeichen und Ursachen
Die Stellen können hautfarben, rötlich oder bräunlich aussehen. Oft lassen sie sich als raue Oberfläche besser ertasten als erkennen. Manche Veränderungen jucken oder sind berührungsempfindlich. Langjährige Sonnenexposition und künstliche UV-Strahlung begünstigen ihre Entstehung.
Untersuchung und Einordnung
Aktinische Keratosen können sich zu einem Plattenepithelkarzinom der Haut entwickeln. Nicht jede Veränderung wird bösartig; welche Stelle fortschreiten wird, lässt sich jedoch nicht sicher vorhersagen. Deshalb ist eine ärztliche Beurteilung wichtig.
Die Untersuchung berücksichtigt die einzelne Hautveränderung und die umgebende sonnengeschädigte Haut. Bei unklarem Befund oder Verdacht auf Hautkrebs kann eine Gewebeprobe erforderlich sein. Rasches Wachstum, Blutungen, eine offene Stelle oder zunehmende Schmerzen sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Behandlungsmöglichkeiten
Einzelne Hautveränderungen
Je nach Befund können einzelne Stellen beispielsweise durch Vereisung behandelt oder mit einem geeigneten Verfahren abgetragen werden. Bei verdächtigen Veränderungen kann eine operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung sinnvoll sein.
Größere betroffene Hautbereiche
Sind mehrere Stellen oder größere sonnengeschädigte Hautbereiche betroffen, kommen auch äußerlich angewendete Medikamente oder eine photodynamische Therapie infrage. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Lage, Ausdehnung und Dicke der Veränderungen. Welche Behandlung im individuellen Fall geeignet und verfügbar ist, wird bei der Untersuchung besprochen.
Nachsorge und Sonnenschutz
Auch nach einer Behandlung können neue aktinische Keratosen entstehen. Kontrollen werden entsprechend dem persönlichen Befund vereinbart. Konsequenter Sonnenschutz mit Kleidung, Kopfbedeckung und einem geeigneten Sonnenschutzmittel sowie der Verzicht auf Solarien helfen, weitere UV-Schäden zu begrenzen.