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Kopfzentrum Bielefeld

Dehiszenz des oberen Bogengangs

Ohr & Hören & Schwindel
Farbige Zeichnung eines Felsbeinschnitts mit fehlender Knochenbedeckung über dem oberen Bogengang
Farbige Zeichnung eines Felsbeinschnitts mit gedecktem Defekt über dem oberen Bogengang

Was ist eine Bogengangsdehiszenz?

Bei einer Dehiszenz des oberen Bogengangs fehlt die knöcherne Bedeckung über dem obersten Bogengang über eine kurze Strecke. Schall und Druckschwankungen können das Innenohr dann auf ungewöhnlichem Weg erreichen und Beschwerden auslösen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt mit hochauflösender Computertomographie des Felsbeins sowie mit Hör- und Gleichgewichtsdiagnostik, insbesondere vestibulär evozierten myogenen Potenzialen (VEMP).

Symptome

Möglich sind schall- oder druckausgelöster Drehschwindel, ein Druckgefühl im Ohr, Schwindel beim Pressen, ein ungewöhnlich lautes Hören der eigenen Stimme oder von Körgeräuschen sowie eine Hörminderung auf einem Ohr.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei geringen Beschwerden stehen Vermeidung von Auslösern und ärztliche Beobachtung im Vordergrund. Bei ausgeprägten Symptomen stehen operative Verfahren zur Verfügung: Der freiliegende Bogengang kann über das Mittelohr gedeckt werden, zum Beispiel als Abdeckung des runden Fensters mit einer Membran, oder über die mittlere Schädelgrube, wo der Defekt von oben abgedeckt wird. Welcher Zugang geeignet ist, wird nach Computertomographie und Gleichgewichtsbefund ärztlich entschieden.