Kopfzentrum Bielefeld
Exostosen des Gehörgangs

Diagnose
Exostosen sind gutartige, meist beidseitige Knochenwucherungen im knöchernen Gehörgang. Sie entstehen vor allem bei häufigem Kontakt mit kaltem Wasser und Wind, etwa beim Surfen, Schwimmen oder Tauchen, und werden deshalb auch „Surfer-Ohr“ genannt. Kleine Exostosen verursachen oft keine Beschwerden. Größere können den Gehörgang einengen, sodass Wasser und Ohrenschmalz schlechter abfließen, Entzündungen häufiger auftreten und das Hören beeinträchtigt sein kann. Die Diagnose erfolgt mit Ohrmikroskopie, Hörtest und bei Bedarf Computertomographie.
Vorbeugend helfen Ohrstöpsel oder eine Kopfbedeckung beim Wassersport.
Behandlungsmöglichkeiten
Bei ausgeprägter Einengung mit wiederkehrenden Entzündungen oder Hörminderung können die Exostosen operativ abgetragen werden, meist durch den Gehörgang unter dem Mikroskop. Dabei werden Trommelfell und Gesichtsnerv sorgfältig geschont. Nach der Operation ist eine Wasserpause einzuhalten.