Startseite

Kopfzentrum Bielefeld

Halsabszesse

Hals & Kopf
Medizinische Zeichnung eines seitlichen Halsabszesses neben Rachen und Kehlkopf

Ein Halsabszess ist eine umschriebene Eiteransammlung im Halsgewebe. Liegt er in tiefen Halsräumen, kann die Entzündung benachbarte Strukturen und die Atemwege gefährden. Eine rasche ärztliche Untersuchung ist wichtig.

Beschwerden und Warnzeichen

Mögliche Beschwerden sind schmerzhafte Halsschwellung, Fieber, Halsschmerzen, Schmerzen beim Schlucken und eingeschränkte Mundöffnung. Die Ausprägung hängt von Lage und Ausdehnung der Entzündung ab.

Notfall: Bei Atemnot oder geräuschvoller Atmung sofort den Notruf 112 wählen. Bei rasch zunehmenden Schluckbeschwerden oder wenn Speichel nicht mehr geschluckt werden kann, unverzüglich eine Notaufnahme aufsuchen; nicht auf einen regulären Termin warten.

Untersuchung

Zunächst werden die Atemwege und der Allgemeinzustand beurteilt und Hals, Mund und Rachen untersucht. Bei Verdacht auf einen tiefen Halsabszess kann eine kontrastmittelgestützte Computertomographie Lage und Ausdehnung sowie die Beziehung zu Gefäßen und Atemwegen zeigen. Die Untersuchungen richten sich nach dem individuellen Befund.

Behandlung

Zur Behandlung gehören Antibiotika; bei tiefen Halsinfektionen werden sie häufig zunächst intravenös gegeben. Eine Eiteransammlung kann zusätzlich eine operative Eröffnung und Drainage erfordern. Das Vorgehen hängt von Lage, Ausdehnung und Verlauf ab. Bei Gefährdung der Atmung hat die Sicherung der Atemwege Vorrang; eine stationäre Behandlung kann erforderlich sein.

Risiken und Verlauf

Tiefe Halsinfektionen können die Atemwege verengen und auf benachbarte Blutgefäße übergreifen. Diese möglichen schweren Komplikationen machen eine frühzeitige Behandlung und Verlaufskontrollen wichtig. Die weitere Versorgung wird nach dem individuellen Befund festgelegt; ein bestimmtes Behandlungsergebnis kann nicht zugesichert werden.

Medizinische Quellen