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Kopfzentrum Bielefeld

Hörsturztherapie

Ohr & Hören & Schwindel
Farbige Zeichnung eines Innenohrs neben einem Gehörprüfungsdiagramm mit abrupt abfallender Kurve

Was ist ein Hörsturz?

Ein Hörsturz ist eine plötzliche Hörminderung, die sich innerhalb von Sekunden bis Stunden entwickelt, meist auf einem Ohr und ohne Ursache im Außen- oder Mittelohr. Sie kann von Ohrgeräuschen, einem Druckgefühl oder Schwindel begleitet sein.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt mit Hörprüfung – Stimmgabeln, Tonschwellen- und Sprachaudiometrie sowie Tympanometrie – und Untersuchung des Ohrs. Zur Sicherheit anderer Ursachen kann eine Magnetresonanztomographie ergänzt werden. Eine plötzliche Hörminderung sollte zeitnah untersucht werden, da eine frühe Behandlung die Erholungschancen verbessert.

Behandlungsmöglichkeiten

Zum Standard gehört die Behandlung mit Kortikosteroiden, die oral oder als Injektion durch das Trommelfell ins Mittelohr gegeben werden. In ausgewählten Fällen können weitere Maßnahmen wie eine Infusionstherapie oder eine Sauerstoffüberdruckbehandlung diskutiert werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom Befund, vom Zeitpunkt seit Eintritt der Hörminderung und von der individuellen Situation ab.

Nach der Behandlung

Der Hörverlauf wird mit Kontrollaudiometrien dokumentiert. Bleibt eine Hörminderung bestehen, werden weitere Möglichkeiten wie eine Hörgeräteversorgung, eine Tinnitusbehandlung oder ein Hör- und Sprachtraining besprochen. Neue oder stärker werdende Beschwerden sind zeitnah mitzuteilen.