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Kopfzentrum Bielefeld

Juvenile Larynxpapillomatose

Pädiatrische HNO
Zeichnung eines endoskopischen Blicks auf den Kehlkopf mit mehreren kleinen Papillomen an beiden Stimmlippen

Diagnose

Die juvenile Larynxpapillomatose ist eine gutartige Erkrankung, bei der durch humane Papillomviren (meist HPV 6 und 11) warzenartige Wucherungen im Kehlkopf, vor allem an den Stimmlippen, entstehen. Typische Zeichen bei Kindern sind zunehmende Heiserkeit, eine schwache Stimme und später Atemgeräusche oder Atemnot. Die Diagnose wird durch Kehlkopfspiegelung und Gewebeuntersuchung gestellt.

Die Wucherungen neigen dazu, nach der Entfernung wiederzukehren, sodass oft mehrere Eingriffe nötig sind.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung besteht in der schonenden mikrochirurgischen Abtragung in Narkose, zum Beispiel mit Laser oder Mikroinstrumenten, wobei die Stimmlippen möglichst geschont werden. Je nach Verlauf können ergänzende Therapien erwogen werden. Die HPV-Impfung kann vorbeugend wirken; ihr Nutzen bei bereits Erkrankten wird untersucht.