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Kopfzentrum Bielefeld

Morbus Meniere mit Saccotomie

Ohr & Hören & Schwindel
Farbige Zeichnung eines Innenohrs mit deutlich erweiterten, mit Endolymphe gefüllten Räumen
Farbige Zeichnung eines Innenohrs mit kleiner Öffnung im Saccus zur Druckentlastung

Was ist der Morbus Meniere?

Der Morbus Meniere ist eine Erkrankung des Innenohrs, bei der sich die mit Endolymphe gefüllten Räume des häutigen Labyrinths erweitern. Sie betrifft meist ein Ohr, verläuft in Schüben und kann Hören und Gleichgewicht dauerhaft beeinträchtigen.

Diagnose

Die Diagnose wird aus dem klinischen Verlauf sowie aus Hör- und Gleichgewichtsdiagnostik gestellt. Schnittbildgebung, zum Beispiel Magnetresonanztomographie oder Computertomographie, dient dem Ausschluss anderer Ursachen.

Symptome

Typisch sind Drehschwindelattacken von Minuten bis Stunden, kombiniert mit einem Druckgefühl im Ohr, einer schwankenden Hörminderung, Ohrgeräuschen und Übelkeit. Zwischen den Anfällen kann das Gehör zunächst wieder besser sein; im Verlauf kann die Hörminderung bleibend werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst stehen Lebensstil- und Ernährungsmaßnahmen wie eine salzarme Kost, eine medikamentöse Therapie der Attacken und ein Gleichgewichtstraining im Vordergrund. Bei anhaltenden Attacken können Wirkstoffe durch das Trommelfell ins Mittelohr gegeben werden. In ausgewählten Fällen kommen Eingriffe am Innenohr in Betracht, darunter die Saccotomie: Dabei wird der Saccus eröffnet, um den Druck im häutigen Labyrinth zu entlasten. Ob ein solcher Eingriff sinnvoll ist, wird nach Hör- und Gleichgewichtsbefund ärztlich entschieden.