Startseite

Kopfzentrum Bielefeld

Nasenmuschelhyperplasie

Nase & Nebenhöhlen
Farbige Zeichnung eines Koronschnitts durch die Nase mit verdickter, verlegender Nasenmuschel auf einer Seite und freier Luftpassage auf der anderen Seite

Diagnose

Bei einer Nasenmuschelhyperplasie ist die Schleimhaut der Nasenmuscheln, vor allem der unteren Nasenmuschel, dauerhaft verdickt. Die Beurteilung erfolgt durch Nasenendoskopie und Prüfung der Nasenatmung; mit der Rhinomanometrie lässt sich der Strömungswiderstand in der Nase messen.

Symptome

Typisch ist eine dauerhafte Behinderung der Nasenatmung, oft im Wechsel auf beiden Seiten. Dazu kommen Mundatmung, trockene Schleimhäute, ein Druckgefühl in der Nasenwurzel, verstärkte nächtliche Beschwerden im Liegen und eine verminderte Geruchswahrnehmung.

Ursachen

Mögliche Ursachen sind eine dauerhafte Reizung durch Allergene, chronische Entzündungen, eine dauerhafte Belastung durch abschwellende Nasensprays, eine Verlegung der Atmung durch die Nasenscheidewand oder eine angeborene Enge der Nasenwege.

Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst steht die Behandlung der Ursache im Vordergrund, etwa eine Allergietherapie, die Pflege der Schleimhaut und der Verzicht auf abschwellende Dauermedikation. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann eine operative Verkleinerung der Nasenmuschel in Betracht kommen. Sie erfolgt in der Regel schonend für die Schleimhaut, zum Beispiel durch eine Reduktion der unteren Nasenmuschel. Ob und wann ein Eingriff sinnvoll ist, wird im individuellen Fall ärztlich entschieden.