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Kopfzentrum Bielefeld

Orbitabodenfraktur

Mund-Kiefer-Gesicht
Farbige Zeichnung eines Schädels von vorn mit gebrochenem Augenhöhlenboden und in die Kieferhöhle verlagerten Knochenstücken
Zeichnung im Stil eines CT-Schnitts mit eingebrochenem Augenhöhlenboden und hängendem Weichgewebe in der Kieferhöhle

Diagnose

Bei einer Orbitabodenfraktur bricht der dünne Knochen unter dem Auge, meist durch einen Schlag oder Sturz auf Auge und Wange. Mögliche Beschwerden sind Schwellung und Bluterguss, Doppelbilder beim Blick nach oben oder unten, ein Taubheitsgefühl an Wange und Oberlippe sowie ein eingesunkener Augapfel. Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung, Prüfung der Augenbeweglichkeit und eine Schnittbildgebung, zum Beispiel CT oder DVT.

Behandlungsmöglichkeiten

Kleine Brüche ohne Doppelbilder oder eingesunkenen Augapfel können oft abwartend unter Kontrolle behandelt werden. Sind Augenmuskeln oder Gewebe eingeklemmt oder ist der Defekt größer, wird der Augenhöhlenboden operativ wiederhergestellt, zum Beispiel über einen unauffälligen Schnitt an der Innenseite des Unterlids, und mit einer Platte oder einem Implantat abgestützt. Ob und wann eine Operation sinnvoll ist, wird individuell und bei Bedarf gemeinsam mit der Augenheilkunde entschieden.