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Kopfzentrum Bielefeld

Paracentese und Paukerröhrchen bei Paukenerguss

Ohr & Hören & Schwindel
Farbige Zeichnung einer Otoskopie-Ansicht des Trommelfells mit eingesetztem Paukerröhrchen
Farbige Zeichnung eines Querschnitts durch Außohr, Trommelfell und Mittelohr mit Paukerröhrchen im Trommelfell

Was ist ein Paukenerguss?

Ein Paukenerguss ist Flüssigkeit im Mittelohr ohne Zeichen einer akuten Entzündung. Die Flüssigkeit kann das Trommelfell in der Bewegung behindern, das Hören dämpfen und ein Druckgefühl im Ohr erzeugen. Bei Kindern ist der Paukenerguss häufig; oft bleibt er unbemerkt, weil eine Hörminderung nicht selbst benannt wird.

Diagnose

Die Beurteilung erfolgt mit Ohrmikroskopie, Trommelfellbefund, Tympanometrie und Hörprüfung. Bei Kindern ergänzen kindgerechte Hörtests und die Beobachtung im Alltag die Beurteilung. Ein Paukenerguss kann einseitig oder beidseitig auftreten und über Wochen bis Monate bestehen.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei geringen Beschwerden steht zunächst die ärztliche Beobachtung im Vordergrund, da sich ein Erguss zurückbilden kann. Bleibt er bestehen, ist das Hören deutlich behindert oder der Befund beidseitig, kann eine Paracentese in Betracht kommen: Dabei wird eine kleine Öffnung in das Trommelfell gesetzt, damit die Flüssigkeit abfliessen kann. Häufig wird zusätzlich ein Paukerröhrchen eingesetzt, das die Belüftung des Mittelohrs für eine Zeit aufrechterhält und sich in der Regel von selbst abstösst.

Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff folgt eine ärztliche Kontrolle von Trommelfellbefund und Hörvermögen. Während der Phase mit Paukerröhrchen kann Wasser leichter ins Mittelohr gelangen; für Schwimmen und Tauchen ist deshalb eine Rücksprache sinnvoll. Treten Schmerzen, Ausfluss oder Fieber auf, ist eine zeitnahe Vorstellung erforderlich.