Kopfzentrum Bielefeld
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis)
Speichelsteine sowie gutartige oder bösartige Veränderungen der Ohrspeicheldrüse können eine Behandlung erforderlich machen. Die Untersuchung klärt den Befund und die geeignete Therapie.

Diagnose
Die erste Einschätzung erfolgt mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Bei Bedarf ergänzen CT oder MRT die Diagnostik.
Wann ist eine Behandlung erforderlich?
Eine Operation kommt bei Speichelsteinen infrage, die nicht endoskopisch entfernt werden können. Tumoren werden in der Regel operativ entfernt, insbesondere bei Verdacht auf Bösartigkeit.
Operation und Schutz des Gesichtsnervs
Ablauf des Eingriffs
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Ein Hautschnitt vor dem Ohr ermöglicht den Zugang zur Ohrspeicheldrüse. Ein ambulanter Aufenthalt ist möglich.
Überwachung des Gesichtsnervs
Während der Operation wird der Gesichtsnerv kontinuierlich überwacht. Dieses Nervenmonitoring dient dazu, das Risiko einer Gesichtsnervenlähmung zu verringern.
Bei bösartigen Tumoren kann die Entfernung eines Nerventeils notwendig sein. In diesem Fall kann eine Nervenersatzoperation erforderlich werden.
Nach dem Eingriff
Entlassung und Drainage
Eine Entlassung kann bereits später am Operationstag möglich sein. Eine gegebenenfalls eingelegte Drainage wird unter Umständen nach zwei Tagen entfernt.
Gewebeuntersuchung und Nachkontrolle
Das entfernte Gewebe wird histopathologisch untersucht. Nach wenigen Tagen erfolgen die Ergebnisbesprechung und die Wundkontrolle in der Ambulanz des Kopfzentrums Bielefeld.