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Kopfzentrum Bielefeld

Spezifische Immuntherapie

Haut & Allergologie
Farbige medizinische Zeichnung von fünf kleinen Glasfläschchen mit ansteigendem Füllstand neben einer Behandlungskarte mit Feldern und Symbolen für Pollen, Hausstaubmilbe und Gräser

Was ist eine spezifische Immuntherapie?

Die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, gewöhnt das Immunsystem schrittweise an den Auslöser einer allergischen Reaktion. Sie kann in Betracht kommen, wenn eine Allergie gegen Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Insektengift nachgewiesen ist und die Beschwerden trotz Vermeidungsmaßnahmen und Medikamenten weiter bestehen.

Anwendungsgebiete

Eingesetzt werden kann die Therapie bei allergischem Schnupfen und Bindehautentzündung, bei allergischem Asthma sowie bei Insektengiftallergie. Ob sie sinnvoll ist, hängt von der Art der Allergie, der Schwere der Beschwerden und den individuellen Umständen ab.

Ablauf

Vor Beginn steht eine ärztliche Abklärung mit Allergietestung. Die Behandlung erfolgt als Injektion unter die Haut oder in Tropfen- bzw. Tablettenform über die Mundschleimhaut. Sie gliedert sich in eine Aufbauphase mit langsam steigenden Dosen und eine anschließende Erhaltungsphase und wird in der Regel über mehrere Jahre fortgeführt.

Voraussetzungen

Bestimmte Situationen erfordern Zurückhaltung, etwa ein schwer oder unkontrolliert verlaufendes Asthma, schwere Herzerkrankungen oder eine Schwangerschaft. Ob die Therapie im individuellen Fall geeignet ist, wird vor Beginn ärztlich geprüft.

Nach der Behandlung

Nach jeder Gabe folgt eine ärztliche Beobachtungszeit von etwa 30 Minuten, da örtliche oder allgemeine Reaktionen möglich sind. Reaktionen zu Hause werden auf der Behandlungskarte notiert. Bei stärkeren Beschwerden ist die Praxis zeitnah zu kontaktieren; regelmäßige Kontrolltermine gehören zum Ablauf der Therapie.