Kopfzentrum Bielefeld
Tonsillenhyperplasie und chronisch-rezidivierende Tonsillitis

Worum geht es?
Bei der Tonsillenhyperplasie sind die Gaumenmandeln vergrößert; bei der chronisch-rezidivierenden Tonsillitis entzünden sich die Gaumenmandeln wiederholt. Beide Befunde können den Rachen einengen und das Schlucken und Atmen erschweren, sind aber zwei verschiedene Zustände.
Diagnose
Die Beurteilung erfolgt durch Betrachtung des Rachens, Dokumentation der Anzahl und der Abstände von Infekten sowie Untersuchung der Nasenatmung und des Schnarchens; bei Bedarf wird eine Schlafdiagnostik ergänzt.
Wann kommt eine Tonsillotomie in Betracht?
Eine Tonsillotomie – die teilweise Entfernung des Mandelgewebes – kann in Betracht kommen, wenn vergrößerte Gaumenmandeln die Atmung im Schlaf behindern oder wenn Infekte der Gaumenmandeln wiederholt und belastend auftreten. Die Entscheidung hängt davon ab, wie häufig Infekte auftreten, wie stark die Behinderung ist und wie sich das Kind entwickelt.
Behandlungsmöglichkeiten
Bei geringen Beschwerden stehen Beobachtung und die Behandlung von Auslösern wie Allergien im Vordergrund. Bei ausgeprägter Behinderung oder wiederholten Infekten können eine teilweise oder eine vollständige Entfernung der Gaumenmandel in Betracht kommen; die Wahl des Verfahrens wird im individuellen Fall ärztlich entschieden.