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Kopfzentrum Bielefeld

Zungengrundkarzinom

Hals & Kopf
Farbige Zeichnung eines Längsschnitts durch Kopf und Hals mit einem Tumor am Zungengrund oberhalb des Kehldeckels

Diagnose

Der Zungengrund ist der hintere, im Rachen liegende Teil der Zunge und gehört zum Mundrachen (Oropharynx). Tumoren dort bleiben oft lange unbemerkt. Mögliche Hinweise sind Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, ins Ohr ausstrahlende Schmerzen, eine kloßige Sprache oder ein Knoten am Hals. Anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Die Abklärung umfasst Endoskopie, Tastuntersuchung, Ultraschall des Halses, CT oder MRT und eine Gewebeprobe. Zusätzlich wird untersucht, ob der Tumor mit humanen Papillomviren (HPV) zusammenhängt, da dies für Prognose und Therapieplanung bedeutsam ist.

Ursachen

Neben Tabak- und Alkoholkonsum spielt bei Tumoren des Zungengrunds eine Infektion mit bestimmten HPV-Typen eine wichtige Rolle.

Behandlungsmöglichkeiten

Infrage kommen je nach Befund eine operative Entfernung, etwa transoral mit Laser, meist zusammen mit einer Neck Dissection, eine Strahlentherapie oder eine Radiochemotherapie. Die Behandlung wird individuell geplant und interdisziplinär abgestimmt, mit dem Ziel, Schlucken und Sprechen möglichst gut zu erhalten. Anschließend folgt eine regelmäßige Nachsorge.