Kopfzentrum Bielefeld
Nebenschilddrüsenchirurgie

Die Nebenschilddrüsen (Parathyreoideae) sind vier kleine Drüsen, die an der Rückseite der Schilddrüse liegen und den Calciumspiegel im Blut über das Parathormon steuern. Die Nebenschilddrüsenchirurgie entfernt eine oder mehrere davon, wenn sie zu viel Parathormon bilden – meist wegen eines gutartigen Adenoms. Ziel ist es, das vergrößerte Gewebe zu entfernen und die gesunden Drüsen zu erhalten.
Wann wird die Nebenschilddrüsenchirurgie durchgeführt?
Typischer Anlass ist ein primärer Hyperparathyreoidismus: Das Blut enthält zu viel Calcium und zu viel Parathormon. In den meisten Fällen liegt ein einzelnes, gutartiges Adenom zugrunde; seltener sind mehrere Drüsen verändert. Ob eine Operation sinnvoll ist, wird nach Blutuntersuchung, Urinmessungen und bildgebenden Verfahren wie Ultraschall individuell geplant und im Beratungsgespräch begründet.
Ablauf des Eingriffs
Die Operation erfolgt in Vollnarkose über einen kleinen Hautschnitt am Hals. Der Operateur sucht die vergrößerte Drüse auf und entfernt sie, während die übrigen Nebenschilddrüsen und ihre Blutversorgung möglichst erhalten bleiben. Je nach Befund werden alle vier Drüsen dargestellt oder die Suche auf die vorab lokalisierte Drüse beschränkt. Über die Dauer des Krankenhausaufenthalts informieren wir vor dem Eingriff; nach der Operation werden Wunde und Calciumwerte kontrolliert.
Risker och eftervård
Wie bei jedem Eingriff bestehen auch bei der Nebenschilddrüsenoperation Risiken, die im Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen werden. Möglich sind vorübergehende oder, seltener, dauerhafte Störungen der Stimme oder des Schluckens, Nachblutungen oder ein vorübergehend zu niedriger Calciumspiegel, der mit Calcium- und Vitamin-D-Präparaten ausgeglichen werden kann. Nach der Operation werden die Calcium- und Parathormonwerte kontrolliert; die Nachsorge wird individuell geplant.